Menu
  • Judo im Judo-Club Schwenningen e.V.

    Judo im Judo-Club Schwenningen e.V.

  • Kendo im Judo-Club Schwenningen e.V.

    Kendo im Judo-Club Schwenningen e.V.

  • Gymnastik im Judo-Club Schwenningen e.V.

    Gymnastik im Judo-Club Schwenningen e.V.

  • Judo-Club Schwenningen e.V.

    Judo-Club Schwenningen e.V.

  • Judo im Judo-Club Schwenningen e.V.

    Judo im Judo-Club Schwenningen e.V.

  • Kendo im Judo-Club Schwenningen e.V.

    Kendo im Judo-Club Schwenningen e.V.

  • Gymnastik im Judo-Club Schwenningen e.V.

    Gymnastik im Judo-Club Schwenningen e.V.

  • Judo-Club Schwenningen e.V.

    Judo-Club Schwenningen e.V.

Am vergangenen Samstag fand in Steinheim (Württemberg) die Baden-Württembergische-Judo-Meisterschaft der Frauen statt. Mit von der Partie war auch Vanessa Fleig vom Judo-Club Schwenningen, die sich mit dem 1. Platz in der Gewichtsklasse bis 63 kg bei den Badischen-Meisterschaften kurz vor den Sommerferien für diesen Wettkampf qualifiziert hatte.

Judo-Club Schwenningen e.V.

Fleig hatte jedoch aufgrund Ihres Maschinenbaustudiums in den letzten Wochen nicht genügend Zeit gefunden um sich auf den Wettkampf vorzubereiten. Somit war von Beginn klar, dass sie gegenüber den anderen sehr erfahrenen Kämpferinnen ein kleines Manko haben würde. Ebenso war es klar, dass die Gewichtsklasse bis 63 kg eine der am stärksten besetzen Klassen ist. Damit nicht genug, musste noch kurzfristig „Gewicht“ gemacht werden, da einige hundert Gramm zu viel auf der Waage angezeigt wurden.

Die Voraussetzungen für den Wettkampftag waren daher nicht als optimal zu bezeichnen, entsprechend war vor dem ersten Kampf eine Grundnervosität vorhanden. Als nach dem Aushängen der Kampflisten klar wurde, dass mit Ellen Schick vom Bundesligateam TSV Backnang eine sehr starke Gegnerin antrat, steigerte sich der Adrenalinwert abermals nach oben.

Judo-Club Schwenningen e.V.

Dem Siegeswillen von Fleig taten diese Rahmenbedingungen keinen Abbruch so trat sie nach dem Aufruf zum ersten Kampf konzentriert auf die Tatami (Judomatte). Der Kampf gestaltete sich von Beginn an sehr ausgeglichen. Keine der beiden Judoka konnte einen Wurf ansetzen oder gewinnbringend durchführen oder einen Vorteil herausarbeiten. Nach ca. zwei Minuten gelang es Fleig, während einer Bodenkampfphase einen Juji-Gatame (Armhebel) anzusetzen dem Ellen Schick nichts mehr entgegenbringen konnte und Aufgeben musste.

Die Moral gestärkt durch diesen souveränen ersten Sieg ging Fleig zuversichtlich in den nächsten Kampf gegen Carla Mausch vom Judo-Club Nürtingen. Diese hatte zuvor den Kampfstil von Fleig beobachtet und hatte gut sich auf diesen eingestellt. Das Mausch eine ernst zu nehmende Gegnerin war zeigte sich binnen kurzer Zeit in dem sie mit einem Wurfansatz ein Yuko (1/4 Punkt) holte. Zeitgleich machten sich bei Fleig das Trainingsdefizit und das Gewichtmachen bemerkbar. Es wurde ein sehr zäher und kräfteraubender Kampf zwischen den Beiden Kämpferinnen. Fleig konnte im Verlauf des Kampfes zwar den Yuko von Mausch ausgleichen, jedoch keinen weiteren Vorteil herausarbeiten. In den letzen Sekunden der regulären Kampfzeit von 4 Minuten versuchten Beide nochmals alles. Mausch setzte einen O-Goshi (Hufwurf) an und hatte Fleig schon fast von den Beinen gezogen, als diese mit einer immensen Kraftanstrengung einen Ushiro-Goshi (Aushebewurf) in Bilderbuch-Manier ansetze und damit einen Ippon (Voller Punkt mit sofortigem Sieg) errang.

Im folgenden Halbfinale wartete Cornelia Gaal von der Judohochburg VFL Sindelfingen auf Vanessa. Der lange und Kräfte raubende Kampf ging in die nächste Runde. Beide Judoka waren gleich auf. Von Beginn war es ein Kampf um den besseren Griff (Kumi-Kata) der sich anstrengend und schwierig gestaltete. Beide Kämpferinnen versuchten ihren Griff durchzubringen und gleichzeitig die Griffversuche der Gegnerin zu Blocken oder zu lösen. Dieses „Geplänkel“ zog sich über eine sehr lange Zeit. Gaal gewann kurz die Oberhand erkämpfte gegen Fleig einen Yuko durch einen Wurfansatz. Dieses Yuko brachte nach Ablauf der vier minütigen Kampfzeit den Entscheid, da Fleig nicht mehr nachlegen konnte. Der Sieg ging an Gaal, die ins Finale einzog.

Mit dieser Niederlage musste Vanessa in die so genannte Trostrunde. Hier gab es noch die Chance den 3. Platz zu erreichen und sich damit eine Fahrkarte für den Deutschlandpokal in drei Wochen in Fulda zu sichern. Fleig wollte die Chance wahrnehmen und beobachte die Kämpfe der anderen Gegnerinnen sehr genau. Schlussendlich stelle sich heraus, dass sich mit Ellen Schick ihre Vorrundengegnerin bis zum Kampf um Platz drei vorgearbeitet hatte.

Judo-Club Schwenningen e.V.

Schick wollte natürlich Revanche und Fleig ein weiteres Mal gewinnen. Somit gaben beide Kämpferinnen alles um der jeweils Anderen ihren Kampfstil aufzuzwingen. Schick konnte sich im Lauf der Zeit dabei zwei Yuko herausarbeiten bis es wieder zu einer Bodenkampfphase kam in welcher Fleig die stärke war. Als sich die Chance zu einem Ude-Garami (Armschlüssel/Armhebel) bot fackelte Vanessa nicht lange und zwar Ellen Schick zu Aufgabe. Mit diesem Sieg war der 3. Platz gesichert und auch die Fahrkarte zum Deutschlandpokal.

Judo-Club Schwenningen e.V. Südwest Presse, 11.11.2014: Auf Rang drei

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.